Kolumne

Europa: wie Attentate scheitern und dennoch erfolgreich sind

Außenpolitik

Falter & Meinung | Franz Kössler | aus FALTER 02/10 vom 13.01.2010

Vor den Terroristen haben wir unsere bürgerlichen Hosen schon lange heruntergelassen – dennoch gibt es gute Gründe, sich dagegen zu wehren, jetzt noch einmal ausgezogen zu werden. Seit dem gescheiterten Attentatsversuch des Nigerianers Umar Farouk Abdulmutallab auf den Flug Amsterdam–Detroit sind die Nacktscanner wieder im Gespräch, von der Industrie und einigen Regierungen als effizientestes Instrument zur Verhinderung von Flugzeugattentaten angepriesen, von den Kritikern abgelehnt als nutzlos und schädlich für Bürgerrechte und Gesundheit.

Die Geräte bestrahlen den Passagier mit schwachen Röntgenstrahlen oder gesundheitlich unbedenklichen Terahertzwellen – die Rückstrahlung zeichnet ein fotoähnliches Bild des nackten Körpers und die Umrisse der unter den Kleidern verborgenen Gegenstände auf die Monitore des Sicherheitspersonals. Neue Modelle liefern stilisierte, puppenähnliche Figuren, an denen etwa der Genitalbereich nicht im Detail erkennbar ist, wohl aber künstliche


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