„Ich werde die Welt nicht retten“

Politik | aus FALTER 02/10 vom 13.01.2010

Günter „wallrafft“ wieder. Ein Gespräch über Kärnten, Dichand, Borat und eigene Unzulänglichkeiten

Gespräch: Stefan Apfl, Martin Gantner

Günter Wallraff hatte bereits viele Namen. Er arbeitete als Enthüllungsjournalist Hans Esser bei der Bild oder als türkischer Gastarbeiter Ali Levent Sinirlioglu bei Thyssen. Zuletzt reiste er ein Jahr lang als Kwami Ogonno durch Deutschland. Seit mehr als vier Jahrzehnten setzt sich Wallraff Masken auf, um die Gesellschaft zu demaskieren. Auch privat.

Falter: Herr Wallraff, Sie recherchieren seit 40 Jahren undercover und haben dutzende Rollen gespielt. Verkleiden Sie sich eigentlich auch privat?

Günter Wallraff: In letzter Zeit ist das vorgekommen. Ich bin mittlerweile so bekannt, dass ich häufig angesprochen werde. Mein normales Leben ist dadurch ein wenig aus dem Rhythmus geraten, sodass ich jetzt zweimal wieder in der Obdachlosenverkleidung unterwegs war. So werde ich in Ruhe gelassen und nicht besser behandelt als andere.

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