Digitalia

IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 02/10 vom 13.01.2010

Es ist total degeneriert, aber ohne iPhone kann ich keine weichen Eier kochen. Ich vergesse die Zeit oder bekomme Salmonellenpanik und lasse die Dinger dann viel zu lange im heißen Wasser. Fast hätte ich meine Kochexperimente aufgegeben und nur mehr Schinken und Käse gefrühstückt. Zum Glück gibt es aber mein EiPhone. Darauf habe ich ein Programm namens „Die perfekte Eieruhr“ installiert. Klingt angeberisch, die Applikation hält aber, was sie verspricht. Sie berücksichtigt die Größe des Eis, ob dieses aus dem Kühlschrank kommt oder nicht, und auf wie viel Höhenmetern man sich gerade befindet. Dann muss man nur noch angeben, ob man das Ei flüssig, weich oder hart haben möchte, und das Gerät berechnet die richtige Kochzeit. Und zwar auf die Sekunde genau! Das ist so deppensicher, dass sogar mir Kochen plötzlich Spaß macht. Jetzt hoffe ich nur noch, dass es bald Programme wie „Der perfekte Tafelspitz“ oder „Die perfekte Lasagne“ für das iPhone gibt. Denn so werden sogar Geeks zu Chefs.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige