klingt.org: im Netz mit der Avantgarde

Feuilleton | aus FALTER 02/10 vom 13.01.2010

Die experimentelle Musikszene hat ihre Plattform abseits von Facebook und Konsorten errichtet

Porträt: Sebastian Fasthuber

Brutzelnde Sounds aus dem Laptop. Elektroakustische Forschungen. Freier Jazz. Improvisation. Musik, von der man gut und gerne sagen kann, sie klingt „org“ – und deren Macher sich Anfang 2000 zu dem seither stetig wachsenden Klangkunstnetzwerk klingt.org zusammengefunden haben.

Dieser Tage feiert die rührige Gemeinschaft mit zwei Konzertabenden im brut und im Schlachthof Wels sowie mit der Doppel-CD-Compilation „10 Jahre bessere Farben“ ihr zehnjähriges Jubiläum.

Dieter Kovacic alias Dieb13, der Gründer der Plattform und als Systemadministrator bis heute ihr Hauptprojektleiter, hatte freilich andere orge Sounds im Ohr, als ihm der Name eingefallen ist. „Das war 1998“, erinnert er sich, „als ich einmal mit dem Fahrrad durch die Blechlawine der Inneren Mariahilfer Straße unterwegs war.“ Ihm fiel auf, was für einem komischen Konzert er da unfreiwillig


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