Große Klappe, einiges dahinter

Feuilleton | aus FALTER 02/10 vom 13.01.2010

Mit „Soul Kitchen“ hat Jasmin Ramadan den Roman „vor“ Fatih Akins gleichnamigem Film geschrieben

Feature: Sebastian Fasthuber

Ein Mann, der um seine Existenz fürchtet, fickt nicht gut.“ Den Realitätsgehalt dieser Aussage wollen wir nicht kommentieren, als erster Satz in einem Roman ist sie jedoch ein Bringer. Und um Längen besser als der letzte Satz des Buches, der Fatih Akins aktuellem Film etwas klebrig die Rutsche legt: „Es gibt Filme, die machen genauso glücklich wie gutes Essen.“

Jasmin Ramadans „Soul Kitchen“ ist nicht das Buch zur kulinarischen Brudergeschichte mit Adam Bousdoukos und Moritz Bleibtreu, sondern, wie der Untertitel klarstellt, „Das Buch vor dem Film“. Weit ausholend erzählt es, wie es dazu kam, dass der sympathische Loser Zinos Katzanzakis in Hamburg sein eigenes Lokal Soul Kitchen eröffnete. Auch die Figur des schmierigen Bruders Illias, der die meiste Zeit hinter Gittern verbringt, wird bereits eingeführt.

„Jasmins Roman ist das fehlende

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