„Ich bin ein großer Pathosfreund“

Feuilleton | aus FALTER 02/10 vom 13.01.2010

Songs über Sartre und Seneca: der Popwunderknabe Konstantin Gropper alias Get Well Soon im Gespräch

Interview: Wolfgang Kralicek

Als vor zwei Jahren das erste Album einer Band namens Get Well Soon veröffentlicht wurde, staunte die Musikwelt. Ein blasser Jüngling aus Süddeutschland – Typ frühreifer Internatszögling – hatte die opulent arrangierten, schwelgerisch melancholischen und herrlich pathetischen Breitwandsongs im Alleingang aufgenommen. Auf dem Cover war eine Garantieerklärung des Künstlers zu lesen: „I tried my very best to make this music loveable.“

Der junge Mann, der sich hinter dem Bandnamen Get Well Soon verbirgt, heißt Konstantin Gropper und wurde in England prompt als „German Wunderkind“ gefeiert. Dabei hat seine Musik mit deutschem Pop herzlich wenig gemeinsam; beim Versuch, sie einzuordnen, vergleichen Kritiker Get Well Soon nie mit deutschen Bands, sondern mit internationalen Düsterlingen wie Scott Walker oder Radiohead. Gropper singt nicht nur englisch,


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige