Vorsicht, Steinschlag!

Stadtleben | aus FALTER 02/10 vom 13.01.2010

Wie bei Besuchen im privaten Rahmen Gästepantoffeln das schönste Outfit zunichte machen

Stilkritik: Christopher Wurmdobler

Auf Socken ist natürlich auch keine Lösung. „Es gibt doch Gästepantoffeln“: Wurde dieser Satz erst einmal ausgesprochen, dann ist die Situation ohnehin nicht mehr zu retten. Und das Outfit ist futsch. Manche überlegen tatsächlich, ob sie die Einladung in den schicken neuen 300-Quadratmeter-Altbau-Traum in der Innenstadt wirklich annehmen sollen, wenn sie erfahren, dass es dort nicht nur wahnsinnig nette Leute und bestes Essen gibt, sondern auch 300 Quadratmeter wahnsinnig empfindlichen, frischlackierten Holzfußboden. In Weiß. Ja, man muss bitte die Schuhe ausziehen. Aber es gibt Gästepantoffeln.

Und dann stehen dann stilbegabte Menschen in ausgewählter Garderobe im tollsten Ambiente, prosten einander zu und tragen an den Füßen papierflache Stoffschühchen mit zumindest fragwürdigen Mustern.

Verständlicherweise mag man sich von niemandem den Parkettboden

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