Prost!

Lexikon der Getränke. Diese Woche: heiße Schokolade

Stadtleben | aus FALTER 02/10 vom 13.01.2010

Was tun wenn‘s kalt ist? Abwarten und Schokolade trinken

Kann noch jemand, nach dem ganzen Stollen- und Kekswahnsinn, Schokolade essen? Eben. Muss man auch nicht, schließlich lässt sich Schokolade auch trinken. Aber heiß muss sie sein. Entweder geht man ins Schokofachgeschäft seiner Wahl und kauft dort das fast fertige Produkt, das es nur noch mit heißer Milch zu mischen gilt (im Idealfall erwischt man jene katalanische Version des Schokogetränks, die so herrlich dickflüssig ist, fast wie Pudding). Oder man macht sich heiße Schokolade einfach selbst warm.

Dafür geht man folgendermaßen vor: Für einen halben Liter Milch benötigt man 100 Gramm Schokolade, am besten jene Sorte, die man auch so naschen würde (wenn man noch könnte); Experten achten auf den hohen Kakaoanteil von 70 Prozent oder mehr. Die Schokolade grob zerteilen, in einen Topf geben und ein Drittel der Milch dazu. Unter Rühren langsam erhitzen, bis die Schokolade schmilzt. Dann die restliche Milch hinzufügen und nach Belieben (ca. 1 bis 2 Teelöffel) Zucker. Nochmals aufkochen lassen und mit dem Schneebesen rühren, um grobe Teile zu vermeiden. Wer Lust hat, gibt noch eine Prise Zimt dazu.

In Häferl (drei sollten sich ausgehen) füllen und als vollkommen unnötige Krönung noch mit Schlagobershaube verzieren. Wer jetzt die heiße Schokolade durch die kalte Obershaube durchschlürfen kann und dabei keine Übelkeit verspürt, ist auch schon wieder bereit für mehr. Wo sind, bitteschön, Kekse, Kuchen und Bonbons? Und wo ist die Schokolade? Ach, in der Schokolade. cw


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