Lexikon

Hart, aber fair: Der Start der Improsaison in Graz

Das Theater im Bahnhof im Duell mit ausländischen Teams

Herwig G. Höller | aus FALTER 02/10 vom 13.01.2010

Das wird keine g' mahde Wiesn", sagt Eff Hofer vom Theater im Bahnhof: "Wir haben beim Impro-Cup zwar Heimvorteil. Aber das Grazer Publikum war immer sehr fair."

In Freundschaftsspielen tritt das Grazer Theater in den nächsten Wochen gegen vier Teams aus dem Ausland an, es folgt ein Städtematch zwischen Wien und Graz und als Abschluss noch ein großes Theatersportturnier. Zweifelsohne handelt es um eine Reihe von Highlights für steirische Fans von Improtheater. Die werden seit anderthalb Jahrzehnten vom Theater im Bahnhof gut betreut. Schon Mitte der Neunzigerjahre, in Österreich zählt man damit zu den Pionieren, hatte sich das Grazer Off-Theater mit Improvisation zu beschäftigen begonnen und erfolgreiche Formate entwickelt, die montags gespielt werden. "Wir wissen, dass wir nicht darauf verzichten können, verändern aber auch immer wieder", erklärt Hofer. "Zuletzt haben wir alle vier bis fünf Wochen für die zweiten Halbzeit des Abends einen neuen Schwerpunkt gesetzt." Aber auch die Weiterbildung und internationale Vernetzung waren großgeschrieben, Studienaufenthalte auf US-amerikanischen Improunis brachten einschlägige Kontakte und Know-how in die Steiermark.

Als Favorit gilt übrigens Kanada (18. 1.), kein Wunder, kommt das Genre doch aus dem angelsächsischen Raum. Das Stück "Thread Bear", lobte Per Gottfredsson vom Stockholmer Improtheater, sei großartig, weil das kanadische Rapid Fire Theatre das Improvisationstheater auf eine neue Stufe hebe. Hoffentlich im Wettstreit mit dem Theater im Bahnhof, das mit Jacob Banigan einen gebürtigen Kanadier im Team hat, aber nicht zu sehr. "Ist der Punkteunterschied zu hoch, wird es fad."

Orpheum, jeden Mo bis 8.2., 19.30, 12. und 13.2., 20.00


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