Malendes Delft, irres Wien, grelles Rio

Lexikon | Matthias Dusini | aus FALTER 03/10 vom 20.01.2010

Die Wiener Museen zeigen Jan Vermeer, Wien um 1900 und brasilianische Sixties

Ein einziges Bild steht im Mittelpunkt der neuen Ausstellung des Kunsthistorischen Museums, Jan Vermeers „Die Malkunst“. Dieses Meisterwerk der Sammlung kam ins Gerede, als die Erben des vormaligen Besitzers einen Restitutionsanspruch erhoben. Jaromir Czernin hatte es 1940 an Adolf Hitler verkauft, der es in dem geplanten „Führermuseum“ zeigen wollte. Nun wird geprüft, ob er zu dem Verkauf gezwungen wurde.

In der Ausstellung geht es um den kunsthistorischen Wert des Gemäldes, das Jan Vermeer (1632–1675) in seinem Delfter Atelier hängen hatte, um die Besucher von seinen Fähigkeiten zu überzeugen. Es zeigt den vor einer Leinwand sitzenden Maler, vor ihm ein weibliches Modell. Es handelt sich um eine Demonstration dessen, was Malerei kann. Auf einem Tisch liegt eine Maske, als Hinweis darauf, dass die Malerei der Skulptur überlegen ist. An der Wand hängt eine historische Landkarte; die Malerei wird


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