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Sebastian Horsley: der Dandy in der Unterwelt

Lexikon | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 03/10 vom 20.01.2010

Ein Buch, das von Bryan Ferry mit dem Lob „Ein schmutziges Meisterwerk“ bedacht wird, kann nicht schlecht sein. „Dandy in der Unterwelt. Die unautorisierte Autobiografie“ des englischen Künstlers, Exjunkies und Selbstinszenierers Sebastian Horsley (Jg. 1962) ist sogar sehr gut. Horsley, eine Art moderner Oscar Wilde, der schon seine eigene Kreuzigung inszenierte, hat einen Hang zum Bonmot („Stil ist, wenn sie dich aus der Stadt jagen und du es so aussehen lässt, als würdest du eine Parade anführen“), verfügt aber auch über Selbstironie: „Es ist nicht schwer, mit Künstlern umzugehen – vorausgesetzt, man mag Kinder.“ Nicht auszudenken, was er unter einer Lesung versteht.

brut im Konzerthaus, Mi 21.00


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