Vernissage

Entrée, Echappé, Frappé!

Lexikon | aus FALTER 03/10 vom 20.01.2010

Den fetten Malpinsel, habe er schon längst gegen die dünne Feder eingetauscht, sagte Moussa Kone einmal. Mit oft spitzzüngigen Tuschezeichnungen hat er sich seinen Weg in die Kunstwelt gebahnt. Als Symbole für zwischenmenschliches Treiben fanden in der Vergangenheit kopulierende Tiger und auf dem Kopf stehende Elefanten ebenso Eingang in seine ornamentalen, fantastischen Bilderzählungen wie Figurengruppen alter Meister. Klassische Ballettposen bringt der Künstler nun für seine aktuelle Serie aufs Papier. Vermeintlich nonchalant schleust er seine Arbeiten damit in jene Diskurse ein, die den Körper als gesellschaftlich diszipliniertes Konstrukt verhandeln. MJ

Strabag Artlounge, Do 18.30, bis 5.3.


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