Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | Klaus Nüchtern | aus FALTER 03/10 vom 20.01.2010

Eventuell sind Sie irritiert, weil sich auf Seite vier ein Inserat befindet. Wo Sie doch normalerweise an dieser Stelle den Leitartikel des Chefredakteurs lesen, unterstreichen, ausschneiden und auswendig lernen. Nun hat aber die inserierende Institution sehr viel Geld dafür bezahlt, um just dies zu verhin… Quatsch! Kleiner Scherz, nichts für ungut. Wahr ist vielmehr, dass Armin Thurnher die Redaktion für „drei“, wir glauben uns daran erinnern zu können, dass er von „Wochen“ sprach, verlassen hat, nicht ohne zuvor gute Ratschläge („Schön schreiben!“ „Obacht geben!“) und danach einen gigantischen CO2-Fußabdruck zu hinterlassen. Weil das Angebot der Feng-Shui-Ecke Thurnhers spirituelle Bedürfnisse nicht zu befriedigen wusste („quod placet bovi …“), hat unser Meister den Erdteil gewechselt und sich auf einen Subkontinent begeben, auf dem das Duschgel knapp ist und die Reinigung vorzugsweise innerlich vorgenommen wird, indem man sich heiße ranzige Butter in diverse Körperöffnungen träufeln lässt.

Seinen beiden Stellvertretern riet Thurnher, a) sich zu vertragen und b) den Ochsenfrosch zu melken, solange das Fell der Bergziege noch feucht ist. In den ungeraden Wochen trägt Florian Klenk die Letztverantwortung, in den geraden der Unterfertigte. Klenk hat sich für einen Clown und derben Politrap auf dem Cover entschieden, nächste Woche gibt’s dann was Sensibles. Den Vorschlag seiner Stellvertreter, den Leitartikel unter dem Titel „Unseresgleichen geschieht“ gemeinsam zu verfassen und einen originelleren Schlusssatz zu finden, lehnte Thurnher kategorisch ab.


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