„Leckts mi am Oasch, leckts mi am Oasch!“

Politik | aus FALTER 03/10 vom 20.01.2010

Von Qualtinger bis Gustav: ein kleiner Streifzug durch die Geschichte des Austro-Protestpop

Bericht: Gerhard Stöger

Heinz-Christian Strache hat schon einmal den Unmut des Wiener Hip-Hop-undergrounds provoziert. Als sich der blaue Führer im Wahlkampf 2006 selbst als Rapper versuchte, rief die Szene zu einem Wettbewerb um die originellste und scharfzüngigste Erwiderung in Reimform auf. Dreieinhalb Jahre später wird von jungen Wortakrobaten wie Nazar oder Big DnC verbal wieder scharf geschossen, als wichtigste Bühne dienen ihnen Internetplattformen wie Youtube.

Das Medium ist neu, die Form des politischen Popsongs hat freilich eine lange Tradition. In Österreich reicht sie bis in die 50er-Jahre zurück, als Helmut Qualtinger mit Gerhard Bronners „Der Papa wird’s schon richten“ den ewigen Unterschied von gleich und gleicher besang und damit das Missing Link zwischen zeitkritischem Couplet und modernem Popsong schuf: „Denn wenn man einen Sohn hat, und so eine Position hat, und so


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