Der erlegte Jäger

Politik | aus FALTER 03/10 vom 20.01.2010

Wie kaum ein anderer legte sich Martin Kreutner mit Österreichs Seilschaften an. Warum gibt der oberste Korruptionsermittler auf?

Würdigung: Florian Klenk

Vielleicht hat ihn das Schicksal eines befreundeten Korruptionsexperten dazu bewegt. Binnen weniger Wochen hatte der Krebs den kräftigen Mann besiegt. Martin Kreutner hatte den Kollegen kürzlich besucht, um sich zu verabschieden. Danach stellte er sich eine Frage: „Welchen Sinn hat all das?“

Vielleicht waren es aber auch die Schlagzeilen der vergangenen Tage, die Kreutner überzeugten, seinen Job als Leiter der Korruptionsabteilung des Innenministeriums (BIA) hinzuschmeißen.

Der Chef der FPK, Uwe Scheuch, soll laut News von einem russischen Investor Parteispenden für eine Staatsbürgerschaft gefordert habe (siehe Bericht Seite 13).

Da blubberte wieder dieser Kärntner Sumpf, den Kreutner vergeblich trockenzulegen versuchte. Als er 2005 wegen angeblicher Schmiergelder des Strabag-Konzerns an die Haiderpartei ermittelte, nannten ihn


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