Nachgesehen

Der Schauplatz, am Tag nach dem Geschehen noch einmal betrachtet

Politik | Joseph Gepp | aus FALTER 03/10 vom 20.01.2010

Erdbebenhilfe Haiti: Trinkwasser für den Prinzenhafen

Hier steht sie in Wien-Liesing, zerlegt, 16 Tonnen Einzelteile auf 70 Paletten in einer großen Lagerhalle. Nach Freigabe des Internationalen Roten Kreuzes, sagt der Logistiker Jürgen Kunert, könne die Trinkwasseraufbereitungsanlage per Charterflugzeug innerhalb von drei Tagen in die zerstörte haitianische Hauptstadt Port-au-Prince gelangen. Vorerst müsse aber „strukturiert, kanalisiert und priorisiert“ werden. Denn Hilfsgüter gelangen momentan en masse nach Haiti, dem ärmsten Staat Lateinamerikas, der vergangene Woche von einem schweren Erdbeben erschüttert wurde. Nun gelte es v.a., sie zielgerichtet einzusetzen, sagt Rotkreuz-Sprecherin Andrea Winter. Sieben österreichische Helfer samt Material seien schon in Haiti, sechs weitere würden mit der Trinkwasseranlage nachkommen. Österreich gilt im Rotkreuz-Gefüge als Wasserspezialist: Gleichartige Anlagen wurden in Banda Aceh nach dem Tsunami und in China und Pakistan nach den Erdbeben installiert.


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