Nachgetragen

Wien, Europa und die Welt. Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Politik | aus FALTER 03/10 vom 20.01.2010

Der Wüterich und die Justiz. Die Geschichten, die die Krone schreibt

Florian Klenk

Wie schürt man bei der Polizei Ressentiments gegenüber der Justiz? Und woher nimmt etwa die Politik ihre Argumente für die Behauptung, die Exekutive stünde dem Verbrechen von Ausländern tatenlos gegenüber? Eine kleine exemplarische Geschichte, die derzeit in Polizeikreisen die Runde macht, zeigt es:

Kürzlich brachte die Krone einen schier unglaublichen Bericht. Die Polizei habe einen Taschendieb bei einem Kebabstand verhaftet. In seiner Geldbörse fanden sich fremde Dokumente und eine Menge Geld. Der Dieb, ein Tunesier, behauptete, er habe die Geldbörse „gefunden“. Die Polizei beschlagnahmte seinen Fund.

Nun rastete der mehrfach vorbestrafte Dieb aus. Er zertrümmerte einen Seitenspiegel des Polizeiautos, schlug die Scheiben des Wagens ein und schlitzte die Sitze auf. Schaden: rund 3000 Euro.

Die Staatsanwaltschaft, so berichtete die Krone, habe den Randalierer laufenlassen. Er habe in „berechtigter


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