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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 03/10 vom 20.01.2010

Ich glaube, es ist eine schlechte Idee, bei 130 Stundenkilometern hinter dem Lenkrad Restaurantkritiken zu lesen oder vor der roten Ampel schnell ins Facebook zu schauen. Aber offensichtlich sehen das die Automobilhersteller anders: Sie wollen das Amaturenbrett zum Mini-Computer mit Internetanschluss umwandeln. Ford möchte etwa einen Webbrowser einbauen. Der Audi A8 soll ab 2011 über Google Earth und ein schönes hochauflösendes Display verfügen. Vor diesen Plänen fürchte aber nicht nur ich mich, auch die Verkehrssicherheitsexperten sind besorgt. Ihre Studien zeigen, was jeder von uns weiß: Je länger man den Blick von der Straße abwendet, desto höher ist die Unfallgefahr. Die Autohersteller geben sich trotzdem gelassen und betonen, dass sie Sicherheitsfeatures einbauen. Audi warnt seine Kunden zum Beispiel per Pop-up. „Bitte nutzen Sie die Onlinedienste nur, wenn es der Verkehr auf sichere Weise erlaubt“, steht beim Einschalten. Puh, da bin ich jetzt aber erleichtert.


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