„Begriffe wie, Avantgarde‘ und, Kommerz‘ sind obsolet“

Feuilleton | aus FALTER 03/10 vom 20.01.2010

Der Filmemacher Thomas Renoldner ist einer der Kuratoren der Animationsfilm-Retrospektive (siehe Artikel oben) und Vorstandsmitglied von Asifa Austria (Association Internationale du Film d’Animation).

Falter: Hat der österreichische Animationsfilm eine eigene Geschichte?

Thomas Renoldner: Wir sehen über die Jahrzehnte wirkende Verbindungslinien, aber die sind nicht „österreichisch“, sondern allgemein künstlerisch.

Ist der Animationsfilm ein Genre oder eine Gattung?

Renoldner: Weder noch. Auf alle Fälle heute nicht mehr. Animation definierte sich lange ausschließlich über die Nutzung von frame by frame. Aber auch hier existieren mindestens so viele Genres wie im Realfilm. Neben Western, Opernfilm, Komödie und anderen begegnen wir in jüngster Zeit sogar Formen, die als documentary animation diskutiert werden, wie etwa „Waltz with Bashir“ oder „Persepolis“.

Kann der Begriff überhaupt klar abgegrenzt werden?

Renoldner: Eine Abgrenzung lässt sich historisch bis zum Eintreffen


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