Gespenster, Gurkensalat und Grießauflauf

Feuilleton | aus FALTER 03/10 vom 20.01.2010

Die aus Wien gebürtige Kinderbuch- und Romanautorin Eva Ibbotson begeht dieser Tage ihren 85.Geburtstag

Geburtstagsbesuch: Michael Omasta

Wir kamen 1934 nach London, eine verwahrloste Gesellschaft, bestehend aus meiner entrückten, poetischen Mutter, meiner jähzornigen Großmutter und meiner konfusen Tante, und mieteten Zimmer in einem baufälligen Haus in Belsize Park (…). Das Haus war voll mit am Hungertuch nagenden Flüchtlingen. Auf jedem Stock wohnten einsame und verlorene Professoren, Doktoren und Anwälte, die meisten aus deutschsprachigen Ländern. Ich hatte keine Freunde, keine Schule, keinen Platz zum Spielen.“

In der öffentlichen Bücherei ums Eck, schreibt Eva Ibbotson, fand sie als neunjähriges Mädchen alle drei: Schule, Spielplatz und Freunde in Person der Bibliothekarin Miss Pole und eines Doktor Heller, der in Berlin einst eine Geburtsklinik leitete und irgendwann Miss Pole heiratete. Ihm begegnete sie Jahre später bei der Geburt der eigenen Tochter wieder.

In der


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