Im Viertel des Waldstaudekorns

Stadtleben | aus FALTER 03/10 vom 20.01.2010

7000 Jahre alt ist der Ur-Roggen, den Elisabeth Spitaler anbaut. Im Waldviertel, wo sonst?

Gericht, Bericht & Fotos: Irena Rosc

Bären und Nonnen gibt es hier nicht mehr. Das Eck mit den Bären heißt heute Pernegg. Die Siedlung mit dem Frauenkloster thront auf einer waldigen Anhöhe unweit von Horn. Als adelige Fräulein noch den „Schleier nahmen“, waren das Kloster und die darin lebenden Nonnen wohlhabend.

In den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts war das Gebäude in einem bedauernswerten Zustand. Joachim Angerer, zu dieser Zeit Abt von Geras, ließ es renovieren, 1994 eröffnete das Fastenzentrum Kloster Pernegg.

Angerers Initiative ist es zu verdanken, dass die heutigen Pächter die Möglichkeit haben, pro Jahr 15.000 Fastern Herberge in unverwechselbarem Ambiente bieten zu können. Menschen aus ganz Europa suchen hier Stille und üben, durchschnittlich für zehn Tage, den Verzicht auf feste Nahrung.

Mit leerem Bauch und klarem Kopf pilgern die Fastenteilnehmer mit ihren Fastenleitern

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