An der schönen blauen Donau an der Mur

Steiermark | Herwig G. Höller | aus FALTER 04/10 vom 27.01.2010

Die 12. Opernredoute als Höhepunkt der Ballsaison

Das waren noch Zeiten mit dem Statthalterkränzchen anno 1903, das der altösterreichische Salonlöwe Bruno Freiherr Binder von Krieglstein in seinen Memoiren beschreibt: "Dieses Kränzchen gehörte zu den reizvollsten, die ich je beim Statthalter Clary miterlebt hatte, denn es waren nur Leute aus der Gesellschaft anwesend, und es wurde bis in den Morgen hinein getanzt." Alsbald war es aber um das Kränzchen geschehen, 1918 wurde der Vertreter des Kaisers, Graf Clary, aus seinem Amt gekickt, und auch für die weiland aristogeprägte Grazer Gesellschaft ging es stetig bergab.

Diese Zeit der Trübsal ist mittlerweile vorüber. Jahrelang hatten sich Stadt und Land um einen "steirischen Staatsball" bemüht, hatten steirische Wirtschaftstreibende ihren Wunsch nach einem einschlägigen Event deponiert. 1999 ging die "Opernredoute" erstmals über die Bühne und stellt mittlerweile den repräsentativen Höhepunkt der steiermärkischen Ballsaison dar.

Höchstrangige Vertreter aus Stadt und Land, so Organisator Bernd Pürcher, sind auch 2010 wieder zugegen, womöglich auch Mitglieder der Bundesregierung und natürlich Vertreter der steirischen Wirtschaft. "Es kommen aber auch sehr viele ballbegeisterte Privatmenschen, die die Opernredoute kennen und lieben gelernt haben", sagt Pürcher. Das Angebot für gepflegte Unterhaltung kann sich auch 2010 sehen lassen: Los gehts mit dem Grazer Philharmonischen Orchester und unter anderem Johann Strauss Vaters "Radetzkymarsch", Ballett zu "An der schönen blauen Donau", dann alles Walzer im großen Saal. Außerdem gibts eine Diskothek, zahlreiche Lounges und Bars. Mit Karibischem in der "Havana Lounge" im Galeriefoyer. Oder mit Franco Andolfo, der in der Montagehalle singen wird.

Grazer Oper, Sa 21.30


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