Ohren auf: Minimal Techno von der Alm!

Sammelkritik


Sebastian Fasthuber

Lexikon, FALTER 04/10 vom 27.01.2010

Hendrik Weber hat früher in der deutschen Indierockband Stella unauffällig den Bass gezupft. Danach etablierte er sich unter dem Künstlernamen Pantha du Prince als einer der prägenden Produzenten des Minimal Techno. Wobei das in seinem Fall zu kurz gegriffen ist; er reizt die Grenzen des Genres aus.

Für „Black Noise“ (Rough Trade), sein drittes Album, hat er zunächst in den Schweizer Bergen Field-Recordings gemacht. Im Studio wurde aus den Naturgeräuschen Kunst geformt. Wie immer düster im Klangbild, fährt „Black Noise“ zu Beats, wie sie eleganter kaum daherschleichen könnten, unter erhöhtem Steeldrum- und Marimba-Einsatz süchtig machende psychedelische Stimmungen auf.

Selten nur werden akustische Instrumente und Elektronik derart schlüssig verwoben. Und mit „Stick to My Side“ und Panda Bear von Animal Collective als Stimme findet sich sogar ein heimlicher Pophit. Musik für überreizte Nerven in der Zeit nach der Kapitulation: Pantha du Prince ist der Tocotronic

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