Österreich und sein Budgetdefizit: Wer soll das alles bezahlen, wer hat so viel Geld?

Politik | aus FALTER 04/10 vom 27.01.2010

Der Unternehmer

Wer in Österreich sein eigener Chef ist oder eine Firma leitet, hat in den vergangenen Jahren kein schlechtes Leben gehabt. Erbschafts- und Schenkungssteuer wurden ersatzlos abgeschafft, das hat auch eine Betriebsübergabe finanziell erleichtert. Von der Steuerreform 2009 profitierten Selbstständige vergleichsweise mehr als die Bezieher eines Durchschnittseinkommens bei den Angestellten.

Für einen Unternehmer mit Eigenheim, zwei großen Autos, einem Sommerhaus und Aktienbesitz könnte der Sparkurs vor allem eines bedeuten: eine Zuwachssteuer auf jede Art von Vermögen. Außerdem wird auch das Spekulieren teurer werden, falls die Spekulationsfrist von einem Jahr fällt: Derzeit müssen Privatpersonen Gewinne aus dem Verkauf von Aktien nämlich nur dann versteuern, wenn sie diese kürzer als ein Jahr besessen haben.

Die Angestellte

Wer ein fixes Gehalt von einem Arbeitgeber bezieht, wird von der Politik gerne zum klassischen Mittelstand gerechnet. Die heimische Mittelklasse


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