Nachgetragen. Wien, Europa und die Welt. Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Kebab statt Frankfurter: die FPÖ gegen die vielen Dönerbuden in der Stadt

Politik | Martin Gantner | aus FALTER 04/10 vom 27.01.2010

Dass der „massive Anstieg von Kebab-Verabreichungsplätzen“ der FPÖ aufstößt, scheint Güven Adem nicht zu wundern. Verstehen, sagt der Koch von Dönerweltmeister Hiki in der Jörgerstraße, kann er die Aufregung aber nicht. „Die Leute wollen Kebab. Also verkaufen wir Kebab.“ Angebot und Nachfrage gelten also auch für das Dönergeschäft. Laut Güven brummt der Laden auf Hochtouren. Täglich verkauft er 22 Kilo Fleisch, zehn Salatköpfe, sieben Kilo Tomaten, fünf Liter Joghurtsauce, zwei Kilo Zwiebeln und 65 Brote. Mit ihrer Kritik verfehlt die FPÖ scheinbar den Geschmack der Wiener. Diese gieren offensichtlich nicht nur nach Frankfurtern, sondern auch nach Dönern. 157 Würstelstände stehen derzeit 106 anderen Ständen gegenüber.


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