Eine gegen alle

Medien | Porträt: Wolfgang Zwander | aus FALTER 04/10 vom 27.01.2010

Kaum eine Journalistin wird von den Kärntner Machthabern so gehasst wie Antonia Gössinger

Es ist der Samstag der vorvergangenen Woche, bald schon wird Uwe Scheuch als Parteichef der FPK gewählt werden – trotz Parteispendenaffäre. Der Große Saal im Konzerthaus Klagenfurt ist bis auf den letzten Platz besetzt. Männer im Kärntneranzug johlen und klatschen, und auf der Bühne rechnet Landeshauptmann Gerhard Dörfler gerade mit den Medien ab. Immer wieder nennt Dörfler den Namen einer Kärntner Journalistin: Antonia Gössinger.

Dörfler schmäht sie, er beschimpft sie als „abgehobene SPÖ-Parteischreiberin“. Und die Delegierten am FPK-Parteitag mustern sie daraufhin mit finsterem Blick.

Wer ist diese Frau? Wieso wird sie in Kärnten so gehasst?

Antonia Gössinger sitzt eine Woche später in der verglasten Kantine der Klagenfurter Redaktion der Kleinen Zeitung, die Sonne scheint ihr ins Gesicht. Sie ist wohl auch ein wenig stolz. Denn nach Meinung vieler Kärntner macht die zierliche


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