Der Funke soll zur Flamme werden

Feuilleton | Produktion: Sprotokoll: Klaus Nüchtern | aus FALTER 04/10 vom 27.01.2010

Bücher müssen brennen! Aber wann, wo und von wem wird entschieden, welche tatsächlich Erfolg haben?

Der Jänner ist ein eigenartiger Monat – jedenfalls, was die Verlags- und Literaturbranche anbelangt. Aus Sicht des kommunen Konsumenten, dessen Beziehung zum Betrieb sich weitgehend darauf beschränkt, Bücher zu kaufen, tut sich wenig bis gar nichts. Aber unter der scheinbar ruhigen Oberfläche brodelt es gewaltig: In einer Atmosphäre zwischen hysterischem Stillstand und offenkundiger Hektik werden die letzten Weichen fürs Frühjahrsprogramm gestellt, entscheidende Deals ausgehandelt, erste Gerüchte verdichten sich zu Gewissheiten.

„Es ist eine schizophrene Zeit“, erklärt Martina Schmidt, Programmchefin des Wiener Deuticke-Verlags. „Eigentlich arbeitet man mit Hochdruck am Herbstprogramm, gleichzeitig versucht man sich ständig noch schnell etwas fürs Frühjahr einfallen zu lassen.“ Sieht man von wenigen Ausnahmen ab – der Rowohlt-Verlag etwa hat vor einiger Zeit auf Quartalsrhythmus


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