Auf dem Eiland der Niedlichkeit

Feuilleton | Feature: Florian Obkircher | aus FALTER 04/10 vom 27.01.2010

Das Comics-Kollektiv Murmel blickt im Taschenbuchformat auf seine erste Dekade zurück

Unser Name bezieht sich auf die Glaskugeln. In Anspielung auf das Kindliche und Nette daran. Außerdem klingt Murmel Comics ein bisschen so wie Marvel Comics, nicht?“, sagt Roland Schifferegger und grinst verschmitzt. An die andere Bedeutung des Wortes, an das leise, undeutliche Sprechen, habe er vor elf Jahren nicht gedacht, als er einen Namen für das Comicheft suchte, „weil murmeln tu ich ja eh selbst“.

Der Lauteste ist er wirklich nicht. Schifferegger ist 44, Hornbrillenträger, Privatier und groß gewachsen. Er lächelt gerne, spricht leise, lässt seinen Südtiroler Dialekt nur selten durchblitzen und hält sich in Gesprächen vornehm zurück. Ein sympathischer Zeitgenosse.

Genau wie seine Comicfigur. Schifferegger zeichnet sich nämlich selbst. Im Rahmen der Comics-Anthologie Murmel bringt er Episoden aus seinem Leben regelmäßig auf Papier. Sei es die Einkaufstour durch den siebten Bezirk,


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