„Es ist Gott sei Dank ziemlich wurscht, welche Partei gewinnt“

Interview: Donja Noormofidi | Steiermark | aus FALTER 04/10 vom 27.01.2010

::Claus Raidl ist Vorstandsvorsitzender des Edelstahlherstellers Böhler-Uddeholm und für klare Aussagen bekannt, neuerdings machte er als scharfer Föderalismuskritiker von sich reden. Dem Falter erklärt er, warum er den Landeshauptmann gerne zu einem besseren Bezirkshauptmann degradieren würde, warum Landtagswahlen völlig überbewertet sind und man trotzdem wählen sollte.

Falter: Sollte man die Länder abschaffen?

Claus Raidl: Ich würde die Bundesländer als Verwaltungseinheiten stehen lassen und sie verwaltungstechnisch so wie die Wiener Bezirksvertretungen gestalten. Wir haben zehn oder, wenn man den Bundesrat dazurechnet, elf gesetzgebende Körperschaften, das ist einfach zu viel. Ich würde das ganz streng trennen: Gesetzgebung beim Bund, Vollziehung beim Land. Man sollte dem Landtag die Gesetzgebungskompetenzen wegnehmen. In vielen Anträgen fordert der Landtag die Landesregierung bloß auf, sie möge die Bundesregierung auffordern, zum Beispiel bei den Managerboni etwas zu tun.

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