„Start Klar“

Steiermark | Porträt: Hermann Götz | aus FALTER 04/10 vom 27.01.2010

Merken Sie sich dieses Gesicht: Katharina Klar, Neuzugang am Schauspielhaus, verfügt über erstaunliche Bühnenpräsenz

Die meiste Zeit über ist Katharina Klar in „Opening Night“ ein Geist. Ein Phantom, das die psychisch angeschlagene Hauptdarstellerin über die Bühne und durch das hindernisreiche Bühnenbild jagt. Kein besonderer Effekt aus der Theatertrickkiste unterstützt sie dabei, alleine die traumwandlerische Leichtigkeit, mit der Klar die stumme Gegenwart einer Untoten auf die Bühne zaubert, verleiht diesem Auftritt beängstigende Intensität.

Diese erstaunliche Präsenz ist der zart gebauten Schauspielerin auf den ersten Blick gar nicht zuzutrauen. Leise, fast ein wenig verlegen, vor allem aber sehr jung erscheint sie beim Interviewtermin im Kaffeehaus. Ihre Antworten sind schlicht und überlegt, mit kaum einer Silbe scheint sie große Aufmerksamkeit erregen zu wollen. Es wirkt vielmehr so, als hätte sie davon für ihren Geschmack bereits eh mehr als genug.

„Opening Night“


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