Die Bildspalterin: Die kroatische Künstlerin Sanja Ivekovic´ erhält den Camera-Austria-Preis der Stadt Graz

Würdigung: Ulrich Tragatschnig | Steiermark | aus FALTER 04/10 vom 27.01.2010

Wer einen Querschnitt durch die feministische Kunst Osteuropas unternimmt wie derzeit das Mumok in Wien mit der Ausstellung „Gender Check“, kommt an der 1949 in Zagreb geborenen, ebendort lebenden Sanja Ivekovic´ nicht vorbei. Deren internationale Wahrnehmung und Reputation ist schließlich mit jener von Marina Abramovic´ durchaus vergleichbar. Auf der dokumenta in Kassel war Ivekovic´ schon zweimal vertreten. Für die 2007 von Roger Buergel kuratierte dokumenta Nr. 12 hat Ivekovic´ etwa den Kasseler Friedrichsplatz in ein Mohnfeld verwandelt und so an die Unterdrückung der Frauen in Afghanistan erinnert.

Ähnlich farbgewaltig fiel ihr Beitrag zur Istanbuler Biennale 2009 aus: Quer durch die Ausstellungsräume hat die Künstlerin zerknüllte rote Flugblätter verstreut, auf denen sie eine gesetzliche Gleichstellung der türkischen Frauen einforderte. Solch gesellschaftspolitischer Aktivismus zieht sich auch durch ihr gesamtes Schaffen. Schon die Arbeiten der Siebzigerjahre sind

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