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Kurz besprochen

Lexikon | aus FALTER 05/10 vom 03.02.2010

Berlin-Storys

Sarah Khan: Die Gespenster von Berlin. Unheimliche Geschichten. Suhrkamp, 190 S., € 10,20

Wie passen Gespenstergeschichten in eine derart gegenwärtige Metropole wie Berlin? Nun, Berlin verfügt auch über eine lange und mehr als turbulenten Geschichte – viele Epochen, viele Schicksale, viele Gespenster. Immer wieder erreichten die Autorin Gerüchte von Berliner Häusern mit unheimlichen, unerklärlichen Präsenzen. Also begann sie zu recherchieren und dokumentierte Geschichten vom Gläserrücken mit der Stasi, von Gruftiespielen, die zu weit gingen, von einem Kreuzberger Hausgeist, der schon Theodor Fontane bekannt war und nun Kunststipendiaten erschreckt. Was hat es mit dem Gespenst vom Nordbahnhof auf sich? Ist die alte Frau, deren Geist für Unruhe in einem sanierten Altbau sorgt, nach dem Krieg in ihrer Wohnung verhungert?

Khan spielt mit dem Genre der Gespenstergeschichte, um von der Geschichte zu erzählen, die hinter zu viel Jetzt, hinter Baubooms und ständigem Neuzuzug


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