Wiener Kesseltreiben: Begegnung mit den „Ulanen“

Politik | aus FALTER 05/10 vom 03.02.2010

Ein Falter-Mitarbeiter behauptet, von einer Polizeisondereinheit misshandelt worden zu sein. Nun ermittelt die Justiz

Bericht: Florian Klenk

Vergangene Woche wurde Falter-Mitarbeiter Bernhard Kern eine historische Lektion erteilt. Bei der Polizei, so lernte er, gibt es „Ulanen“. Nach den mit Säbeln und Lanzen ausgerüsteten Reitern der k.u.k. Streitkräfte benennt sich eine Sondereinheit der Wiener Exekutive. Mitglieder der Truppe, so behauptet Kern in seiner Strafanzeige, hätten ihn am Rande einer Demonstration misshandelt und „aufs Ärgste beschimpft“.

Vergangenen Freitag bahnte sich am Rande des Korporationsballs in der Hofburg das alljährliche Ritual an: linke Demonstranten gegen rechte Burschenschafter. Die Polizei wollte kein Risiko eingehen. Auf Anordnung von Polizeipräsident Gerhard Pürstl wurde der gesamte Heldenplatz zur verbotenen Zone erklärt. Auch eine von den Grünen angemeldete Demonstration vor dem Westbahnhof wurde „aus Sicherheitsgründen“ untersagt.

Dennoch


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