Klagenfurter Asylheimbrand: ein Beamter vor Gericht

Politik | aus FALTER 05/10 vom 03.02.2010

Der oberste Kärntner Flüchtlingsbeauftragte soll für den Tod eines afrikanischen Flüchtlings mitverantwortlich sein

Bericht: Florian Klenk

Der Brand in einem Klagenfurter Asylheim (der Falter berichtete) wird ein Fall für die Justiz. Die Staatsanwaltschaft klagt den obersten Flüchtlingsbeamten des Landes Kärnten, Gernot Steiner, sowie den Betreiber des Heimes, Dieter R., wegen „Gefährdung der körperlichen Sicherheit“ an. Die beiden hätten „fahrlässig eine Gefahr für Leib und Leben einer größeren Zahl von Menschen herbeigeführt“ und dadurch den Tod eines Afrikaners verursacht.

Staatsanwalt Christof Pollak wirft Regierungsrat Steiner vor, „als Leiter des Flüchtlingsreferates jedwede Überwachung der Einhaltung vertraglicher sowie gesetzlicher Vorschriften“ unterlassen zu haben, obwohl er dazu gesetzlich verpflichtet gewesen wäre. Steiner ist jener Kärntner Spitzenbeamte, der Flüchtlinge auf die Saualm schicken ließ.

Auch der Betreiber des Heimes, der Klagenfurter


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