Bei echtem Protest wird auch die Jury ausgebuht

Feuilleton | aus FALTER 05/10 vom 03.02.2010

Der Protestsongcontest ist eine Mischung aus Castingshow und Gesellschaftskritik. Verstimmungen sind einkalkuliert

Reportage: Ingrid Brodnig

In einem Festsaal mit Turnhallenflair und Faschingsdekoration fand vergangene Woche die Vorausscheidung zum Finale des Protestsongcontests statt. Jeder konnte zuvor ein Lied mit politischer Botschaft einreichen, sei es einen Kiffersong oder die Aufforderung, alles anzuzünden.

Darum ging es zum Beispiel in zwei Einsendungen. Aus rund 200 Liedern wurden die 25 besten gewählt, sie durften ins Halbfinale. Hier in der Veranstaltungshalle im 15. Bezirk traten die Bands entweder live auf oder spielten ihren Song auf CD vor, im Finale muss dann alles live sein. Zehn Bands kamen weiter. Die Endrunde findet am 12. Februar im Wiener Rabenhof statt. An diesem Tag begann 1934 der österreichische Bürgerkrieg, auch der Rabenhof wurde beschossen.

Seit sieben Jahren gibt es musikalischen Widerstand im Rabenhof-Theater. Von dort stammt die Idee, Kooperationspartner


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