„Für Sex riskieren wir sehr viel“

Feuilleton | aus FALTER 05/10 vom 03.02.2010

Warum interessiert sich Arno Geiger für Ehebruch? Und warum hebt er nicht ab, obwohl sich sein letzter Roman 500.000-mal verkauft hat?

Interview: Klaus Nüchtern

Im Café Rüdigerhof sitzt Arno Geiger schon seinem Landsmann, dem Falter-Fotografen Heribert Corn, gegenüber. „Ach, hochdütsch“, ermahnt Geiger sich selbst, als der nicht aus Vorarlberg stammende Journalist eintrifft. Über fünf Jahre ist es her, da hat Geiger den Deutschen Buchpreis gewonnen und damit seiner schon ins Stocken geratenen Karriere eine Schubumkehr verpasst. Für seinen jüngsten Roman, der am 8. Februar in den Handel kommt (das Gespräch fand knapp vier Wochen davor statt), konnte er sich daher alle Zeit nehmen, die er brauchte. Und das Warten hat sich gelohnt: „Alles über Sally“, dessen Titelheldin die Routine (nicht nur des eigenen) Ehelebens durch eine Affäre mit einem Freund der Familie ins Wanken bringt, wird eines der meistgelesenen und -besprochenen Bücher der Saison sein, und voraussichtlich


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