Früher war alles besser – und billiger

Feuilleton | aus FALTER 05/10 vom 03.02.2010

Ein Blick auf die Jahresprogramme der Bundesmuseen zeigt: Sie bieten weniger, verlangen dafür aber mehr

Konsumentenschutz: Matthias Dusini

Der erste Dienstag im Februar ist für Peter Noever, den Direktor des Museums für angewandte Kunst (Mak), stets ein großer Tag. In Form einer theatralisch inszenierten Pressekonferenz präsentiert er den Erfolg seines Museums und kündigt – als letzter in der Reihe der Museumsleiter – das Programm des neuen Jahres an. Die letzte Rede hatte den Titel „Gnadenlos visionär“ und wurde von den Detonationen explodierender Wachsgranaten des Bildhauers Anish Kapoor begleitet.

Der Theaterdonner übertönt eine Entwicklung, die nicht nur im Mak feststellbar ist: Das Angebot wird kleiner. Die Ausstellungshallen des Mak stehen monatelang leer. Eine der beiden großen Ausstellungen des letzten Jahres, jene über die Kunst Nordkoreas, wurde verschoben. Im Programm für 2010 findet sich in der Spalte „Ausstellungshallen“ nur ein einziger Titel: „Blumen


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