Das kaputte Geschäft

Feuilleton | aus FALTER 05/10 vom 03.02.2010

Alles runterladen und nichts zahlen: wie aus knausrigen Internetusern wieder profitable Musikkunden werden könnten

Recherche: Ingrid Brodnig

Ist das die Zukunft des Musikhörens? Fast alle Musik der Welt steht auf Knopfdruck zur Verfügung, vom Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker über die aktuelle Platte von Robbie Williams bis hin zu Ernst Moldens Bubenliedern. Aber nicht erst nach Bezahlung wie beim Download-Shop iTunes und auch nicht in mieser Klangqualität wie beim Gratis-Videoportal YouTube.

Das momentan spannendste kommerzielle Musikangebot im Internet schlägt einen anderen Weg vor. Bei Spotify wird Musik nicht mehr auf die Festplatte gespeichert, sondern in passabler Qualität übers Netz gestreamt. Ohne Zeitverzögerung kann der Kunde auf mehr als sieben Millionen Titel zugreifen. Entweder er nutzt die Gratisversion und nimmt dafür zwischendurch Werbung in Kauf. Oder er zahlt rund zehn Euro im Monat, kann dann aber auch offline und per Handy Musik hören.

Spotify ist ein


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige