Was fährt denn da?

Mobilitätskolumne

Stadtleben | aus FALTER 05/10 vom 03.02.2010

E-Auto: Neuer Motor braucht neue Form!

Essay: Christoph Chorherr

Am Anfang jeder großen technischen Innovation war der Versuch, das bahnbrechend Neue in die Form des Gewohnten zu bringen. Die ersten Autos sahen wie Kutschen aus, das erste Fernsehen wie Theater, ja selbst der so revolutionäre Buchdruck versuchte zu Beginn Buchstaben wie handgeschrieben aussehen zu lassen. Erst nach und nach entdeckten Neugierige die ungeheuren Potenziale, welche in der Innovation lagen, gossen sie in neue Formen und ließen sie dadurch ihre ungeheure Wirkung entfalten. Exakt in dieser Phase des Umbruchs und Neubeginns steckt gerade das Automobil, welches 100 Jahre nicht nur unsre Landschaften und Städte völlig umgeformt hat, sondern auch unser Denken.

Der Kern seiner Form liegt in seiner Energiequelle: Fossiles Öl hat die beinah einzigartige Eigenschaft, enorm viel Energie in geringem Gewicht zu speichern. Deshalb war und ist es egal, wie groß, präzise, schwer das Auto konstruiert wurde – es schien


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige