Das sulzt garantiert

Stadtleben | aus FALTER 05/10 vom 03.02.2010

Ein billiges Vergnügen! Einsfünfzig, und schon sind Sie beim Sulzenkochen dabei

Gerichtsbericht: Werner Meisinger

Auf Gumpendorfer Straße 105 gibt es den Fleischhauer Ringl. Dort riecht es so authentisch, dass im Umkreis von hunderten Metern kein Vegetarier länger als drei Minuten existieren kann. Allerdings gibt es bei Fleischhauer Ringl Spezialitäten, die in den geruchsneutralen Theken der Supermärkte und feinen Fleischer fehlen: bizarr geformte Trockenfleischteile in weltkriegsbrauner Farbe, neben denen ein Warnschild mit der Aufschrift „Für den Hund“ hängt. Aber auch Schweinshaxen, die für Menschen vorgesehen sind. Vorzugsweise gesulzt.

Solche Sulz muss gerettet werden, denn schon steht sie am Abgrund des Vergessenseins. Weil die Edelgastronomie sie völlig denaturiert, indem sie immer noch feinere Tafelspitzsülzchen und ähnliche Kinkerlitzsülzchen produziert und das Volk damit glauben macht, Sulz wäre etwas Elegantes. Zweitens sorgt die Literatur für den Verlust des


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