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Grundkurs Kochen (63)

Stadtleben | aus FALTER 05/10 vom 03.02.2010

Hoppla, sprach der Rübenstecker, diese Rüben schmecken lecker!

Jeder kennt sie, niemand weiß, wie sie schmeckt: Die Steckrübe, auch Kohlrübe oder Braunkohlrabi genannt, ist geschmacklich einer Mischung aus Kohlrabi und Karotte zuzuordnen. Nicht aber – wie eine aufmerksame Leserin anmerkte – zu verwechseln mit dem Kohlrabi selbst. Farblich wirkt sie eher wie eine verblasste Möhre mit teilweise recht großen Violettanteilen an der Oberfläche.

Im Gegensatz zu Deutschland, wo sie heute noch besonders im nördlichen Raum zu wirklich schmackhaften Eintöpfen verarbeitet wird, kam sie in Österreich seit dem ersten Weltkrieg aufgrund ihres damaligen Massenaufkommens in kulinarischen Misskredit. Sollte man auf Wiens Märkten ihrer habhaft werden, dann unbedingt sofort zugreifen. Die Gründe liegen auf der Hand: Sie schmeckt super, ist schnell und leicht zuzubereiten, enthält außer Vitamin C und B noch wichtige Spurenelemente und ist zudem kalorienarm.

Man schält, wäscht und schneidet die Rübe in Würfel oder Stifte, brät sie in etwas Öl oder Butter leicht an, ein wenig Wasser hinzugeben, Gemüsesuppe aus dem Glas einstreuen, salzen. Wenn das Gemüse weich ist, zerstampfen und mit einem Schuss Schlagobers und Muskat abschmecken. Fertig. Dazu passt hervorragend der Erdapfel, die geräucherte Wurst oder gekochter Schweinenacken.

Die Hausmannskostvariation für (Teilzeit-)Liebhaber des fleisch- und alkoholfreien Genusses: geräucherte Seitanwürste und dazu eine Flasche Malzbier. Prost! MS


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