Prost!

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Ingwertee

Stadtleben | aus FALTER 05/10 vom 03.02.2010

Noch ein gutes Heißgetränk für kalte Tage: Ingwertee

Wir machen hier noch ein bisschen weiter mit den Heißgetränken. Und zwar den selbstgemachten alkoholfreien, denen mit dem Gesundheitsaspekt, die aber trotzdem gut schmecken – vor allem angesichts der Minustemperaturen da draußen. Es geht um den Ingwer und darum, wie man daraus eine feine heiße Tee-Alternative zubereiten kann.

Ingwer – in den Handel gelangt die Ingwerwurzel beziehungsweise das unterirdisch sprossende Rhizom – gehört zur Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae). Er wird in der Küche – zum Beispiel im Curry oder in der Weihnachtsbäckerei – ebenso verwendet wie als Arznei. Hier sagt man dem Ingwer antioxidative, antiemetische, entzündungshemmende Wirkung nach; er ist gut bei Magen-Darm-Beschwerden, und in der traditionellen chinesischen Medizin behandelt man damit Rheuma, Muskelkater oder Erkältungen.

Weshalb der verkühlte Mensch durchaus auch einen Ingwertee verträgt. Dafür nehmen wir ein daumengroßes Stück (Ingwer nimmt man immer daumengroß, wieso auch immer) der frischen Wurzel, entfernt vorsichtig die silbrig-beige Haut und schneidet ein paar kleine Würfel. Die geben wir in eine Teekanne und übergießen das Ganze mit sprudelnd kochendem Wasser. Wie lange man den Tee nun ziehen lässt, hängt vom Geschmack ab. Länger als fünf Minuten allerdings machen den Ingwertee schon ziemlich scharf. Wer will, süßt mit Zucker oder Honig, manche geben noch Zitronensaft dazu, aber da kann man ja gleich Limonade trinken. cw


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