Lexikon

Zwischen Schubert und Staggers: E und U für Haiti

Musiker unterstützen die Opfer des Erdbebens

aus FALTER 05/10 vom 03.02.2010

Das war eine emotionale Entscheidung", erklärt Fotograf Max Wegscheidler: "Aus dem Wissen heraus, dass denen das Haus auf den Schädel fällt. Da muss man einfach etwas tun." Wegscheidlers "Graz hilft Haiti"-Initiative, die er mit einigen Gleichgesinnten innerhalb nur weniger Tage auf die Beine stellte, kann sich absolut sehen und auch hören lassen. An zwei hochkarätig besetzten Konzertabenden in Graz gilt es, Spenden zu sammeln, die an den Notfall-Fonds von Ärzte ohne Grenzen gehen und derart Erdbebenopfern zugutekommen sollen.

Den Auftakt macht am Donnerstag (4.2.) "Konzert für Haiti" im Minoritensaal. International renommierte Interpreten geben E-Musik, vorrangig Klassik. Neben dem Wiener Geiger Johannes Dickbauer, dem Grazer Gitarristen Armin Egger und der aus Taiwan gebürtigen Pianistin Hsin-Huei Huang spielt etwa auch die Wiener Pianistin Ingrid Marsoner, die zuletzt mit düsteren Schubertinterpretationen die Zustimmung der Musikkritik fand. Und als Highlight gilt der Auftritt des italienischen Pianisten Marino Formenti, der mit seiner Interpretation von Bernhard Langs "Monadologie V" und Haydns "Die sieben letzten Worte" vergangenes Jahr auch beim steirischen herbst für Furore sorgte.

Am Samstag folgt im p.p.c. der Kontrapunkt mit "Rock für Haiti": Grazer Lokalmatadore wie The Base, Binder & Krieglstein und Fiago treten auf, aber auch die für ihre Skispringerlieder berühmten Christoph & Lollo. Nicht zu vergessen die exaltierten The incredible Staggers, die mit ihren Psychobilly-Performances den Konzertsaal auch alleine füllen würden.

Minoritensaal, Do, 4.2., 19.30 p.p.c., Sa 19.00

www. graz-hilft-haiti. at


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