Musiktheater Tipp

Im Narren- und Leichenhaus

Lexikon | Carsten Fastner | aus FALTER 06/10 vom 10.02.2010

Mit Aribert Reimann hat die Staatsoper den wohl bedeutendsten Opernkomponisten Deutschlands für eine ihrer raren Uraufführungen verpflichtet. Kurz bevor das Haus am Ring Reimanns „Medea“ aus der Taufe hebt (28. Februar), zeigt nun die Kammeroper einen älteren Klassiker des 1936 in Berlin geborenen Künstlers, der sich vor allem im Bereich der Literaturoper einen hervorragenden Namen gemacht hat. Peter Pawlik inszeniert Reimanns Vertonung von Strindbergs „Gespenstersonate“ (1984), ein traumartiges Kammerspiel über ein gutbürgerliches Wohnhaus, das sich als Mischung aus Narren-, Zucht- und Leichenhaus entpuppt. Am 17.2., 19.30 Uhr, ist der Komponist übrigens auch im Gespräch mit Barbara Rett zu erleben.

Kammeroper, Sa (Premiere), Di & Do 19.30 sowie 20., 23., 25. & 27.2.


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