Tipp

Linien im Stillstand und in Bewegung

Lexikon | aus FALTER 06/10 vom 10.02.2010

Für die Verschwisterung von Konzept und Spontaneität hat Karl Heinz Ströhle eine ganz eigene Formel gefunden. Seine Linienbilder verdanken sich nur vermeintlich der Dynamik des Pinselstrichs. Tatsächlich basieren sie auf Federstahlbändern, deren Struktur der Künstler in einem frottageähnlichen Druckverfahren auf die Leinwand überträgt. Auf das vorgefertigte Material greift Ströhle auch für seine Skulpturen zurück, die wie in den Raum gezeichnet wirken. Ein leichter Schubs genügt, um etwa einen riesigen Kronleuchter in rhythmisch-tänzerische Bewegungen zu versetzen. Diese performative Qualität von Ströhles Objekten kann in der Ausstellung auch anhand einiger Videos nachvollzogen werden. MJ

Galerie Strickner, bis 20.2.


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