Kritik

Irritation in Schwarz-Weiß und auf Film gebannt

Lexikon | aus FALTER 06/10 vom 10.02.2010

Geisterhaft flattern dem Betrachter Kleidungsstücke aus einem pechschwarzen Bildgrund entgegen. Ein wenig fühlt man sich an jene magischen Bühnenstücke erinnert, in denen einzelne Körperteile aus dem Dunkel treten und ein Eigenleben zu führen beginnen. Drago Persic entführt mit seinen Malereien in eine geheimnisvolle Welt der Schwarz-Weiß-Kontraste und der feinen Grauwerte. Der Fotorealismus wird in seinen mitunter etwas eklektisch anmutenden Arbeiten ebenso wirksam wie die altmeisterliche Technik der Grisaille. Vom Irrationalen sind auch seine 8-Millimeter-Filme bestimmt: Die Kamera saust hier durch die Landschaft, als wäre sie auf einer Achterbahn montiert. MJ

Engholm Galerie, bis 6.3.


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