Neu im Kino

Das große Paarlaufen: „Valentine’s Day“

Lexikon | Michael Pekler | aus FALTER 06/10 vom 10.02.2010

Falsche Liebe fürchtet die Ehe, doch echte sucht sie: Ein junger Florist (Ashton Kutcher) in Los Angeles hat am Valentinstag alle Hände voll zu tun, vor allem, wenn seine Freundin (Jessica Alba) sein morgendliches Angebot zur Verlobung annimmt. Dann heißt es im Geschäft für die Laufkundschaft Blumen binden, doch weil es sich bei „Valentine’s Day“ um eine romantische Komödie von Garry Marshall handelt, ist erstens die Freundin eine Braut, die sich nicht traut, und zweitens für den jungen Mann der Weg zur Liebe ein dorniger.

Gefühlte 15 Paare quer durch Generationen und Geschlechter und naturgemäß ebenso viele Geschichten versammelt „Valentine’s Day“ zu einem Potpourri über eine Sache, die von vielen, die sich solche Filme ansehen, Liebe genannt wird. Also durchleben Stars wie Anne Hathaway, Shirley MacLaine, Jamie Foxx, Taylor Lautner, Jessica Biel und natürlich Julia Roberts ein eigentlich ganz normales Leben, aber eben an einem ganz bestimmten Tag.

Was Garry Marshall, über den in keiner Kritik seit 20 Jahren ein Hinweis auf „Pretty Woman“ fehlt, am besten kann, ist, seine Filme auf wenigen Szenen aufzubauen: Was zählt, ist der entscheidende Augenblick mit dem „Marshall-Touch“. Wenn Julia Roberts in „Runaway Bride“ etwa ihre Laufschuhe abgibt, dann ist das einer jener Momente, die aus den Oberflächen von Marshalls Komödien herausblitzen wie sommerliches Wetterleuchten.

In „Valentine’s Day“ gäbe es dafür nun ausreichend Möglichkeiten, doch das Suchen und Finden der Liebe muss in dieser Form zwangsläufig zu einem L.A.-Crashkurs werden. Kein Wunder also, dass im entscheidenden Moment hinter dem Sportreporter Jamie Foxx einfach ein kitschiger Sonnenuntergang für die nötige Stimmung sorgt.

Ab Fr in den Kinos (OF im Haydn)


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige