Noch im Kino

Nomen est omen: „Nord“, ein norwegisches Roadmovie

Lexikon | Michael Omasta | aus FALTER 06/10 vom 10.02.2010

Jomar, ehemaliger Skiprofi, der seine Karriere nach einer Verletzung beenden musste, gibt sich ganz seinen Depressionen hin. Er säuft und raucht, tagein, tagaus, sonst tut er nichts. Bis er vom Ex seiner Ex erfährt, dass er Vater eines vierjährigen Sohnes ist. So oder so ähnlich beginnt „Nord“ von Rune Denstad Langlo, einem norwegischen Dokumentaristen, der sich hier erstmals als Spielfilmregisseur versucht. Die gewitzte Tagline des Films verspricht „ein anti-depressives Offroad-Movie“, und tatsächlich kommt Jomar, der sich nun per Schneemobil auf die Fahrt in das noch einige hundert Kilometer weiter nördlich gelegene Heimatkaff seiner „Familie“ macht, umgehend von der Route ab. Seine nun folgenden Begegnungen mit einem Mädchen, einem fröhlichen Panzerfahrer und einem lebensmüden Greis weisen ihm selbst den Weg ins Leben zurück. Skurril ist das, ganz schön gefilmt und angemessen wortkarg – und, alles in allem, wirklich auch nicht weiter der Rede wert.

Ab Fr in den Kinos (OmU im Filmcasino)


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