Retrospektive

Neues von der Insel: Filme aus Taiwan

Lexikon | aus FALTER 06/10 vom 10.02.2010

Wer das taiwanesische Kino nach wie vor mit seinen Autorenregisseuren der „Neuen Welle“ der 80er- und 90er-Jahre (Hou hiao-hsien, Tsai Ming-liang) verbindet, hat wesentliche Entwicklungen versäumt. Denn mit seinem Niedergang, geschuldet unter anderem der ostasiatischen Konkurrenz, verschwand das taiwanesische Filmschaffen auch aus der westlichen Wahrnehmung. Nun bieten die „Taiwanesischen Filmtage“ die Möglichkeit, sich einen Überblick über aktuelle Produktionen von der Insel zu machen: Zu sehen sind unter anderem „Cape No. 7“ von Wei Te-sheng, eine Art musikalischer Liebesfilm und Taiwans kommerziell erfolgreichster Film seit Jahrzehnten, der bereits festivalerprobte „Orz Boys“ von Yang Ya-che über zwei sich in eine Fantasiewelt flüchtende Buben und die konzeptuell an „Shaolin Soccer“ gemahnende Komödie „Kung Fu Dunk“ von Kevin Chu, der einen Basketballspieler in Shanghai beim Erwachsenwerden nicht nur auf dem Sportplatz begleitet. MP

In der Urania (Mittlerer Saal), von 11. bis 14.1.


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