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Kurz besprochen:Stadt – Land – Fluss

Lexikon | aus FALTER 06/10 vom 10.02.2010

Reisereportage

Karl-Markus Gauß und Christian Thanhäuser: Die Donau hinab. Haymon, 151 S., € 19,90

Die Donau hat Konjunktur. Eine erfrischend knappe Gegenerzählung zur österreichischen Walzeridentität hat der essayistische Reisende Karl-Markus Gauß nun vorgelegt – Geschichten von Menschen wie Büchern zwischen Schwarzwald und Schwarzem Meer. Die Ordnung gibt ein scheinbar zufälliges Donaualphabet vor. Auf den serbisch-jüdischen Romancier David Albahari, der aus Jugoslawiens letztem Krieg emigriert, folgt die Überquerung der längsten Donaubrücke in der Dobrutscha; in Linz wird der Autor Franz Kain wiederentdeckt …

Im Mittelpunkt stehen die 1944 aus ihrer Heimat vertriebenen Donauschwaben, darunter auch die Eltern von Gauß, die in der Gegend von Novi Sad lebten: „Futog, das war der pannonische Staub – und die Donau, zu der die Kinder sommers zogen, um sich von ihr ein paar Kilometer flussabwärts treiben zu lassen und dann an ihrem Ufer wieder zurückzutraben, ein Vergnügen,


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